Michael Hüttenberger

 


sommernacht

am  ufer  dein  fahrrad  an  den baum gelehnt ein   schwaches nachleuchten  markiert  die  ein stiegsstelle  schnelle   schwimm züge   aufeinander  zu  und  um armen  küssen  festhalten  ganz fest  wasser  treten  ein  flieger grollt  quer  über  den  see  ein  paar sterne über den schwarzen bäumen   schwimmen  ans  ufer deine      beine     wie    schling pflanzen    unter    den    füßen weicht   der boden  leise wellen erregen die  aufmerksamkeit der frösche lautstarke proteste weil wir verbotene früchte  naschen zwischen  den  handtüchern  in  dieser  lauen     nacht   besaufen sich  die  schnaken an unserem glück

 




 

vollmond

sternklar die nacht

blauschwarz das dorf
draußen im silberglanz

stille schlaflos träume

von sommertagen und
meer strandspaziergängen
mit salzwasserküssen
wie das alles anfing
und niemals enden wird

schaue in den himmel

mir wird langsam kalt kriech
unter deine decke
du bist warm und mondwach
streichle dir die haare
aus dem gesicht vielleicht

spürst du es ja schicke

meine träume behutsam
zu dir dass sie dich nicht
wecken schlafe noch ein
wenig träume mit mir
wenn du magst von honig

monden an goldenen

inseltagen
mittsommerblau

blättern 1 2 3 4